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Wunschdomain besetzt - was nun?

Jahr für Jahr meldet die DENIC, der deutsche Registrator für Internetadressen, neue Rekorde bei der Neuanmeldung von Domains, und Jahr für Jahr wird es damit auch immer unwahrscheinlicher, dass die gewünschte Adresse für das eigene Projekt noch verfügbar ist.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel Möglichkeiten auf, wie Sie auch bei einem belegten Eintrag noch an eine aussagekräftige Onlinevertretung kommen. Bitte beachten Sie dabei auch unsere Beiträge "Die eigene Domain" und "Domainnamen",  in denen grundsätzliche Regelungen und Bedingungen für Domainnamen aufgeführt werden.

Inhaber anschreiben

Ist die gewünschte Domain besetzt, sollte die darunter abgelegte Website erst einmal in Augenschein genommen werden. Häufig finden sich Projekte, die seit Langem brachliegen und deren Inhaber, im Notfall gegen eine kleine Aufwandsentschädigung, gerne bereit ist, die Adresse weiterzugeben. Ein ebenso häufig vorzufindendes Szenario ist auch, dass sich nur ein Hinweis darauf findet, die Homepage wäre im Aufbau, eine Abfrage der WHOIS-Datenbank der DENIC, in der auch das Eintragsdatum festgehalten wird, aber ergibt, dass sich diese Aufbauphase nun schon einige Jahre hinzieht. In diesen Fällen gibt es mehrere eindeutige Gerichtsbeschlüsse, die genau aufführen, unter welchen Aspekten von einer nicht zur Nutzung gedachten Registrierung ausgegangen werden muss, die somit nichtig ist.

Meist jedoch ist die Zieladresse in Nutzung. Hier können Sie verschiedene Wege gehen:

In jedem Fall sollte der Inhaber erst einmal angeschrieben werden. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass er die Anfrage mit einem "Nein" beantwortet - aber den Versuch war's dann wenigstens wert. 

Domainbörsen

Bei Domainbörsen wie Sedo können Sie zur Zeit zum Verkauf stehende Internetadressen einsehen und erstehen. Vielleicht ist Ihre Wunschadresse ja dabei - ansonsten findet sich vielleicht eine sinnvolle Alternative.

Phantasienamen

Ist der Wunschname belegt, hilft häufig die Verwendung von Phantasienamen. Beste Beispiele sind Yahoo, Google und Amazon. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass auch rein den eigenen Gehirnwindungen entsprungene Adressen mitunter gar nicht so ungewöhnlich sind: Vor einigen Jahren musste ein bekannter japanischer Automobilhersteller die Erfahrung machen, dass sein beliebtes Geländewagenmodell "Pajero" im spanischen Sprachraum kaum Chancen hätte, da der Begriff dort ein Schimpfwort darstellt. Ein wenig Recherche im Internet würde da heute schnell Rückschlüsse auf eventuelle Fehlgriffe zulassen.

Namenszusätze

Eine beliebte Möglichkeit, doch noch ins Web zu finden, sind Namenszusätze. So kann die Buchhandlung xyz statt unter www.xyz.de auch unter www.buch-xyz.de, www.buecher-xyz.de, www.xyz-gmbh.de oder unter www.xyz-online.de ein virtuelles Zuhause finden. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt, es sollten aber einige Grundregeln beachtet werden:

Andere Sprachen

Wer sagt, dass ein Domainname in der Landessprache gehalten werden muss? Die Buchhandlung xyz könnte auch unter www.xyz-books.de verdeutlichen, was sich hinter der Adresse verbirgt, ohne dabei all diejenigen auszugrenzen, die des Englischen nicht unbedingt mächtig sind. Besonderes Augenmerk muss hierbei allerdings darauf gelegt werden, dass die Übersetzung eindeutig ist: So könnte ein Schraubenhersteller sich zwar www.screw-xyz.de nennen, müsste dann jedoch einigen Hohn und viel fehlgeleitete Klientel in Kauf nehmen, da "screw" zwar wörtlich übersetzt "Schraube" bedeutet, umgangssprachlich aber eher im zwischenmenschlichen Bereich angesiedelt ist.

Andere Top-Level-Domain

Es muss nicht immer ".de" sein. Alternativ stehen viele andere TLD's zur Verfügung, unter denen der gewünschte Name vielleicht noch nicht vergeben ist. Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, welches Kürzel künftig hinter der Adresse erscheinen soll: Einem ".com" oder ".net" sind wohl schon alle Surfer begegnet und somit geläufig, ".tv" (Tuvalu) würde jeder Domain, die sich mit Fernsehen beschäftigt, gut stehen, aber Exoten wie ".bh" (Bahrain) sorgen eher für Probleme, da sie zu außergewöhnlich sind.

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