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Statik vs. Dynamik:
Welche Strategie des Seitenbaus ist besser?

Bei der Planung eines Webprojektes wird schnell der Scheideweg erreicht, an dem die Entscheidung zur statischen oder dynamischen Umsetzung getroffen werden muss. Mit diesem Beitrag wollen wir Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen.

Dabei gehen wir von zwei Varianten aus: Der Erstellung von Internetseiten mit Editoren wie Microsofts Frontpage oder Macromedias Dreamweaver, und auf der anderen Seite der Erstellung auf dynamischer Basis mit einem Content Management System (CMS).

Dieser Beitrag kann nur allgemeine Aspekte aufzeigen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Gesichtspunkte wie den Erfahrungsgrad des Anwenders, die Besonderheiten des Entwicklungswerkzeuges oder die individuellen Anforderungen an Ihr Projekt haben wir aufgrund der vielfältigen Variationen nur am Rande einfließen lassen.

Kosten

Da zu beiden Varianten kostenlose Entwicklungswerkzeuge und -umgebungen angeboten werden, lassen sich die Kosten nur schwer ermitteln. Fakt ist, dass für statische Seiten jeder Homepagespeicherplatz ausreicht, bei dynamischen Umsetzungen hingegen höherpreisige Angebote mit Unterstützung von Programmiersprachen und Datenbanken gewählt werden müssen.

Soll nicht auf kostenlose Angebote zurückgegriffen werden, sind die anfänglichen Kosten bei der statischen Variante meist wesentlich geringer, da hier bereits mit vergleichsweise einfachen Werkzeugen wie einem jedem Betriebssystem beiliegenden Texteditor Seiten erzeugt werden können. Dazu werden nur originäre Kenntnisse in HTML benötigt, die man sich leicht durch Bücher oder durch Webmagazine wie das Grammiweb aneignen kann.

Die dynamischen Vertreter müssen erst einmal aufwendig installiert und organisiert werden. Danach muss häufig erst einmal eine längere Einarbeitungszeit eingeplant werden. Dies ist von System zu System verschieden, die Phase kann von wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten (z. B. bei einem der bekanntesten CMS-Vertreter "Typo3") dauern.

Nach dieser "Anlaufphase" entscheidet sich durch das weitere Vorhaben, welche Variante die kostengünstigere ist. Soll häufige Veränderungen und Interaktivität eingebracht werden, amortisiert sich der mitunter wesentlich höhere Investitionsaufwand für das dynamische System schnell, denn genau für diese Zwecke sind CMS geschrieben worden. Soll hingegen in größeren Zeitintervallen, z. B. einmal jährlich, eine kleine Änderung eingebracht werden, wird die konventionelle Statikmethode auch auf lange Zeiträume gesehen immer die günstigere bleiben.

Verwendbarkeit

Statische HTML-Seiten können mit jedem herkömmlichen Browser angezeigt werden, dynamische benötigen einen Webserver. So können reine HTML-Erzeugnisse z. B. ohne größeren Aufwand offline betrachtet oder auf einer CD weitergegeben werden, während dies bei dynamischen nicht ohne Weiteres möglich ist.

Viele dynamische Systeme bieten durch die Verwendung von Vorlagen die vergleichsweise einfache Möglichkeit, eine projektweit einheitliche Gestaltung ("Corporate Design") umzusetzen. Dabei wird mit den Vorlagen ein Layout vorgegeben, in das die dynamischen Inhalte hineinkopiert werden.

HTML-Seiten wiederum können individuell gestaltet werden, weshalb Seiten auf ihren spezifischen Inhalt hin gestaltet werden können, was aber mitunter schnell nach "Kraut und Rüben" aussieht.

Dynamische Vertreter bieten meist die Möglichkeit, von mehreren Anlaufstellen aus auf die gleiche Quelle zurückzugreifen, also z. B. auf jeder Seite einen Hinweistext einzubinden oder ein Formular auf verschiedenen Seiten abzubilden.

Die statische Konkurrenz bietet dies leider nicht. Soll ein Inhalt auf verschiedenen Seiten angezeigt werden, muss dieser in jede einzeln eingebaut und nachher auch gewartet werden. Redundanz lässt somit nicht lange auf sich warten.

Viele Dynamiker bieten Optionen wie automatisch generierte Sitemaps, Mailinglisten oder Suchfunktionen, die häufig bereits bei der Installation eingeschlossen sind oder später ohne größeren Aufwand eingebunden werden können. Sollen diese Funktionen auch mit einem konventionellen Auftritt verwendet werden, müssen sie als externe Programme herangezogen und mit häufig größerem Aufwand integriert werden.

Sicherheit

Das, was der Besucher zu sehen bekommt, liegt auf einem Webserver irgendwo auf der Welt. Auf diesen Server hat der Homepageinhaber in aller Regel relativ wenig Einfluss, weshalb Sicherheitskopien eine überaus wichtige Rolle bei jedem Webprojekt spielen, denn immerhin will man, sollte der Webserver außerplanmäßig nicht mehr erreichbar sein oder sollte der Praktikant des Providers ausprobiert haben, was der Format-Befehl auf einem Webserver anrichtet, nicht mit leeren Händen dastehen.

In dieser Disziplin steht die statische Seitengrundlage ganz oben auf dem Siegertreppchen. Dies liegt vor allem daran, dass die hierbei erstellten Seiten in aller Regel offline auf dem lokalen Rechner editiert und danach auf den Webserver hochgeladen werden. Es liegt also immer eine Sicherheitskopie vor.

Die dynamische Konkurrenz hingegen beherbergt ihre Erzeugnisse direkt auf dem Webserver. Sicherheitskopien müssen durch eine Sicherung der Datensätze erstellt werden, was neben dem Problem, dies zu bewerkstelligen, vor allem voraussetzt, dass sich der gewissenhafte Webmaster in regelmäßigen Abständen daran macht, viel Zeit zu investieren (was in der Regel anfänglich umgesetzt wird, aber nach einiger "problemfreier" Zeit schnell in Vergessenheit gerät und dann, z. B. bei nicht angekündigter Insolvenz des Providers, zu Hinweisen wie "Leider sind durch ein Update alle Datensätze gelöscht worden. Wir arbeiten daran..." führt).

Seitenaufbau

Da HTML-Seiten für den Browser verständlichen Quelltext enthalten, dynamisch erstellte Seiten diesen aber erst einmal auf Grundlage von Programmiersprachen und Datenbankabfragen generieren müssen, werden HTML-Seiten technisch bedingt schneller angezeigt als ihre dynamischen Pendants.

Suchmaschinen

Auch wenn zur Zeit alle größeren Suchmaschinen ihre Verträglichkeit beteuern, können dynamische Inhalte immer noch zu Problemen bei der Indizierung führen. "seite.php?2" zeigt halt nicht unbedingt das, was "seite.php?1" auf den Schirm bringt, und wenn der Suchmaschinenrobot nur die Datei "seite.php" indiziert, wird vielleicht schon wieder ein anderer Inhalt angezeigt.

Besucherverhalten

Für den Besucher ist es im Regelfall relativ unbedeutend, auf welche Aufbaustrategie die Seiten aufsetzen, die er/sie abrufen will. Ein Problem ergibt sich nur in der Eindeutigkeit der Internetadressen. So ist für nahezu jeden Surfer die Adresse "http://www.url.tld/datei.htm" klar verständlich, auf der anderen Seite wird "http://www.url.tld/show=page0223?id=84249882" wohl weniger direkte Aufrufe erlangen.

Wartung

Im Unterhalt spielt der dynamische Vertreter seine Vorteile voll aus. Ein Redesign einer kompletten 2000-Seiten-Website lässt sich (je nach Umsetzung) mitunter mit der Überarbeitung einer einzigen Vorlagendatei realisieren, der statische Vertreter hingegen verlangt die Bearbeitung aller Seiten (wobei hier Frames außer Acht gelassen werden).

Für Regelaufgaben wie dem Einbinden neuer oder dem Anpassen vorhandener Inhalte sind dynamische Systeme meist mit Weboberflächen versehen, in die jeder Anwender ohne größere Kenntnisse wie in einer Textverarbeitung seine Texte eingeben kann, die dann, je nach System und Rechtevergabe, sofort nach dem Speichern verfügbar sind. Durch diese online zugänglichen "Eingänge" kann sich das Webprojekt in der Regel von überall her warten lassen, so dass zeitnahe Eingriffe jederzeit möglich sind. So kann man z. B. im Urlaub mal eben vom Internetcafe einen Reisebericht einfügen oder die Abverkaufszahlen nach einem Kundenbesuch via Handy und Notebook anpassen.

Die Umsetzung dieser Aufgaben bei statischen Seiten bedingt meist einen höheren Kenntnisstand des Anwenders, denn dieser muss neben der Texteingabe auch für die Einbindung in das Webprojekt sowie für das Heraufladen auf den Server sorgen. Die Erstellung kann - je nach Skill - direkt als Quelltext (z. B. mit dem Windows-eigenen Texteditor) oder über Editoren wie MS Frontpage oder Macromedia Dreamweaver erfolgen. Diese Editoren ermöglichen ein Arbeiten ähnlichem dem mit herkömmlichen Textverarbeitungen.

Fazit

Wer den Beitrag aufmerksam gelesen hat, wird vielleicht folgern, dass ein kleines Webprojekt, das nach der Erstellung nicht mehr oder nur selten aktualisiert werden muss, eher statisch angelegt werden sollte, auf der anderen Seite eine größeres, das ständig Neuerungen erfährt oder dessen Ausmaße die Standard-5-Seiten-Website übersteigen, lieber einen dynamischen Rahmen erhalten sollte, jedoch hängt dies rein vom individuellen Vorhaben und mitunter auch von den Vorlieben des Erstellers ab.

Sicherlich gibt es noch weitere Kriterien, die in diesem Beitrag nicht erwähnt wurden. Wir hoffen aber trotzdem, Ihnen eine Hilfestellung bei Auswahl Ihrer Seitenbaustrategie gegeben zu haben.


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