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Dürfen Inhalte kosten?

Die Einführung einer Gebührenpflicht für Internetinhalte ist in Aller Munde. Große Anbieter wie beispielsweise T-Online sprechen sich gegen den "Kostenlos-Zeitgeist" des Webs und für eine kostenpflichtige Bereitstellungen von Content aus, was ja auch nachvollziehbar ist, denn jeder Inhalt im Internet ist mit Kosten versehen, die beglichen werden müssen. Hat diese Idee überhaupt eine Zukunft?

Grundsätzlich kostet alles, was Sie im Internet finden können, Geld. Sei es nun die Bereitstellung auf einer Homepage, wofür der Speicherplatz und der Traffic bezahlt werden müssen, die Aufbereitung von redaktionellen Themen, die Programmierung und Konstruktion von Infrastrukturen rund um die Bereitstellung, die Produktion von Inhalten oder deren Bewerbung: Jeder Handschlag will bezahlt werden und jeder Redakteur oder Systemadministrator will seine monatliche Gehaltsüberweisung. Das ist nicht nur bei professionellen Inhalten so, auch privat produzierte Seiten kosten - nur ist hier meist der Betreiber derjenige, der die Kosten auf sich nimmt. Kein Wunder also, wenn in Zeiten sinkender Werbeeinnahmen die Idee aufkommt, diese Kosten auf den Nutzer umzulegen und sich so zum einen auf der Aufwandsseite abzudecken, auf der anderen Seite aber auch den eigenen Gewinn zu steigern, denn natürlich will man mit seinem Angebot auf Geld verdienen.

Studien zufolge ist die Bereitschaft, für Inhalte Gebühren zu entrichten, weltweit jedoch sehr gering. Zwar würde jeder fünfte Surfer noch für E-Mail-Services zahlen und jeder achte wäre bereit, für qualitativ hochwertige Suchmaschinenergebnisse einen geringen Beitrag zu leisten, aber insgesamt wäre mit einer solchen Änderung eine Mindernutzung des Internets und ein Qualitätsverfall desselben abzusehen.

Nahezu jeder zweite Nutzer (etwa 40 Prozent) würde im Fall einer Gebührenerhebung komplett auf die bislang genutzten Informationen verzichten, über die Hälfte würde kostenlose Alternativen suchen. Hier fangen die Probleme an, denn würden alle professionellen Anbieter auf die Gebührenschiene umschwenken, würden diese kostenfreien Angebote aller Wahrscheinlichkeit nach häufig qualitativ minderwertiger als ihre einnahmenbringenden Konkurrenten sein. Hier aber ist die Toleranz der Internetgemeinde recht hoch einzuschätzen, beinahe alle Surfer, die auf kostenpflichtigen Content verzichten wollen, sind bereit, Einbussen in der Gestaltung oder auch der Inhaltsgewichtigkeit zu akzeptieren und die benötigten Informationen auch bei mehreren kostenlosen Anbietern einzuholen. Gerade mal jeder sechszehnte Nutzer würde bei seinem dann kostenpflichtigen Anbieter bleiben.

Grundlegend kann ein Wechsel zu einem neuen Gratisanbieter, wenn der bisherige Gebühren verlangt, schon jetzt nachvollzogen werden: In Folge der ständig voranschreitenden Einstellung vieler Angebote (Stichwort "Dot-Com-Crash") waren deren Nutzer gezwungen, Alternativen zu finden. Die Mehrheit fand umgehend Ersatz, nur jeder Zwanzigste verzichtete komplett auf die bisherigen Leistungen.

Die Anbieter, die die Erhebung von Gebühren für ihre Seiteninhalte erwägen, propagieren häufig, dass nahezu jeder zweite Surfer bereit wäre, diesen Wechsel zu akzeptieren. Hierbei werden allerdings in der Hauptsache die Nutzer zu Grunde gelegt, die für den Download von Musik- oder Videodateien bereit wären zu zahlen; In der Gesamtheit der Internetgemeinschaft haben diese allerdings nur einen sehr geringen Anteil und sind daher nicht repräsentativ.

Im Resultat beinahe aller Untersuchungen zeichnet sich ab, dass eine Umstellung in erster Linie der kostenlosen Konkurrenz zugute käme. Da sich die Vielzahl der Anbieter und derer Strukturen nicht unter einen Hut bringen lässt, ist eine netzweite Einführung von Gebühren ohne staatliche Einflussnahme nahezu unmöglich; zwar würden sich unter Umständen viele professionelle Anbieter zu einem gemeinsamen Schritt bewegen lassen, jedoch gibt es der Erfahrung nach immer einen Querulanten, der sich nicht der Allgemeinheit anschließen will. Und selbst wenn dieser nicht auftreten würde, gibt es immer noch unzählige private und semiprofessionelle Betreiber, die von dem dann entstehenden Boom profitieren würden.

Das Grammiweb bleibt auf jeden Fall kostenlos.


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