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Mythen im Webdesign:
Sind Frames wirklich böse?

Obwohl er noch recht jung ist, gibt es bereits viele Mythen und Sagen im Themenkomplex "Webdesign". In dieser Artikelreihe wollen wir uns dieser Legenden annehmen und ihnen auf den Zahn füllen. Was ist dran, und welche "Weisheit" stellt sich als substanzlos heraus? Wir wollen keine Lanze für den ein oder anderen Streitpunkt brechen, sondern Punkte aufzeigen, die den vielen mitunter falschen Denkansätzen widersprechen.

In diesem Beitrag: Framesets werden häufig gehämt, es gilt als unschick, diese Relikte frühen Webdesigns noch zu unterstützen. Wer seine Website noch auf Frameset-Basis erstellt, wird nicht in Suchmaschinen aufgenommen, wird keine Besucher finden, da diese ja sowieso nicht mit der Website klarkommen. Ist das wirklich alles so?

Mythos Eins: "Framesets werden von Suchmaschinen nicht oder nur mangelhaft katalogisiert!"

Rückfragen beim Branchenprimus Google ergaben: Falsch. Google unterstützt weitestgehend Frames, und mit dem passenden Seitenaufbau entstehen zumindest bei dieser Suchmaschine keine Nachteile.

Der "passende Seitenaufbau" ist schnell aufgezeigt: Jedes Frameset gibt die Möglichkeit, einen NOFRAMES-Bereich zu definieren, im Grundgedanken einen Bereich, der von nicht framefähigen Browsern angezeigt wird. In diesen Bereich steht in nahezu jedem Frameset ein Text, der den Besucher darauf hinweist, dass die besuchte Seite ein Frameset ist und dass sein Browser eben diese Technik nicht unterstützt.

Gegen diese Praxis ist nichts einzuwenden - sie verschenkt aber Spielraum. Wesentlich effektiver ist es, in den NOFRAME-Bereich zumindest einen Link auf die Navigationselemente oder eine Sitemap, wenn nicht sogar eine komplette Inhaltsangabe zu packen. Somit ist sichergestellt, dass jede Suchmaschine auch die unter der Indexseite liegenden Informationen findet.

Darüber hinaus sollte auf jeder einzelnen Inhaltsseite auf eine von zwei Möglichkeiten, evtl. auch auf eine Kombination der beiden, zurückgegriffen werden: Zum einen kann durch ein einfaches JavaScript das zur Seite gehörende Frameset nachgeladen werden, wodurch auch Quereinsteigern das unbeschwerte Betrachten ermöglicht wird, zum anderen kann durch einen Link auf der Seite darauf hingewiesen werden, dass sie in einem Frameset geladen werden sollte und dass ein Klick auf eben diesen Verweis das Frameset laden könnte.

Mythos Zwei: "Framesets werden vom Besucher nicht akzeptiert!"

Das stimmt. Allerdings nur bis vor einigen Jahren. Anfänglich kannte der Otto-Normalsurfer Frames einfach nicht, weshalb Frame-Seiten schnell den Ruf der Nichtakzeptanz erhielten. Mittlerweile jedoch ist dieses Organisationsmittel hinlänglich bekannt, und jeder sollte damit umzugehen verstehen. Nicht zuletzt die Betriebssysteme, die häufig auf Frameset-ähnliche Techniken zurückgreifen, haben dazu beigetragen, die Verschachtelung von mehreren Seiten in einem Fenster bekannt zu machen. Rufen Sie doch einmal eine beliebige Hilfedatei unter Windows auf - in beinahe jedem Fall erscheint dann ein geteiltes Fenster, mit einigen Symbolen in der -feststehenden- Kopfzeile, einem -feststehenden- Navigationsrahmen am linken Rand und einer Anzeigefläche rechts - einem klassischen Frameset also.

Mythos Drei: "Frames werden von vielen Browsern nicht akzeptiert!"

Nahezu jeder Browser kann Framesets anzeigen. Selbst Lynx, als reiner Textbrowser von vielen Erstellern quasi als das Nonplusultra der Extrem-Seitenprüfung geschätzt, unterstützt Frames. Auch der einstmals beliebte Netscape Navigator der 4. Generation, heute kaum noch genutzt und mit vielen Fehlerstellen behaftet, kam und kommt mit Frames problemlos zurecht.

Da Framesets mit dem HTML-Standard 3.0 klassifiziert wurden, und es kaum glaubhaft scheint, dass noch Surfer mit einem Browser der zweiten Generation oder früher im Web umherziehen, sind Frames wohl allgemein verträglich.

Zur Sicherheit bleibt immer noch die Möglichkeit, über den NOFRAMES-Bereich des Framesets auf die Navigationselemente oder die Sitemap zu verweisen - was dann auch den Suchmaschinen entgegen kommt.

Mythos Vier: "Quereinsteiger landen ausweglos auf Unterseiten!"

Simmt - aber nur, wenn der Ersteller "geschlafen" hat. Es ist ohne Probleme möglich, mittels JavaScript das Nachladen der restlichen Seiten des Framesets zu "erzwingen" oder alternativ mit einem Link darauf hinzuweisen, dass die angezeigte Seite Teil eines Framesets sein sollte und dass man mit einem Klick auf selbigen den Rest nachladen könne.

Mythos Fünf: "Die Wartung von Framesets ist komplizierter!"

Falsch. Zwar sind Framesetseiten dadurch, dass sie jeweils nur einzelne Fragmente einer kompletten Seite darstellen, erst einmal schwieriger zu handhaben, mit ein wenig Eingewöhnung aber ist die Wartung dieser Seiten überhaupt kein Problem mehr.

Darüber hinaus bieten Framesets einen entscheidenden Vorteil: Will der Websitebetreiber die Navigation mehrerer Seiten möglichst bequem und einfach ändern, bieten sich ihm nur wenige Möglichkeiten, nämlich entweder SSI zu verwenden (wofür der Webserver dies unterstützen muss), ein Contentmanagementsystem zu installieren (wofür der Webserver die jeweilige Programmiersprache des Systems unterstützen muss), einen Editor verwenden, der Komponenten eines Projektes verwaltet (was aber den Nachteil bringt, dass nach einer Änderung alle Seiten ersetzt werden müssen), oder aber die eine Seite, die die Navigation im Frameset darstellt, zu ändern.

Framesets bieten also eine einfache und vor allem günstige Möglichkeit der Wartung, betrachtet man, dass alle anderen Optionen häufig entweder mit kostenpflichtigem Webspeicherplatz oder aber, im Fall des Editors, mit der unter Umstände doch recht kostenintensiven Anschaffung eines geeigneten Programms (vom steigenden Traffic dadurch, dass alle Seiten ausgetauscht werden müssen, einmal abgesehen), Framesets aber ohne Einschänkungen auf jedem Webserver laufen.

Mythos Sechs: "Framesets wirken unprofessionell!"

Komplett falsch. Eine Website sollte ihre Professionalität im Regelfall mit Inhalten, nicht mit dem Layout widerspiegeln. Was bringt eine Site, die zwar wunderschön aussieht, die tollste Flashanimationen und durchdachteste Designkniffe auzubieten hat, deren einziger Informationsgehalt allerdings die Hallenhalmaergebnisse der lokalen Regionalliga von 1952 bis einschließlich 1971 ist?

Darüber hinaus bieten Framesets annähernd ähnliche Rahmenbedingungen wie jede andere Organisationsform, wobei mit dem Nachteil zu kämpfen ist, dass Frames nicht prozentual unterschiedlich zur Seitengröße definiert werden können. So kann zwar auf Prozentbasis layoutet werden, es ergibt sich aber das Problem, dass die Navigationsleiste, die bei 800x600 Pixel mit einem Anteil von 20% noch recht gut aussieht, bei einer Auflösung von 1024x768 jedoch schnell verloren oder deplatziert wirkt.

Auf der anderen Seite kann man Framesets zugute halten, dass alle Navigationselemente ständig sichtbar sind. So muss nicht am Ende jeder Seite zum Anfang gescrollt werden, um sich weiter durch das Onlineangebot zu bewegen.

 

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Wie ist Ihre Meinung zu diesem Mythos? Ist er wahr, oder einfach nur ein Mythos? Mailen Sie uns.


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