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Jäger und Sammler

Gehören Sie auch zu denen, die früher Fußballbildchen, Star-Wars-Figuren und Legosteine gesammelt haben? Die Briefmarkensammlung war lange Zeit das ultimative Mittel, jemanden kennen zu lernen, und ein komplettes Set DDR-Postwertzeichen, ungestempelt, war ein sicherer Garant für vielzählige Nachkommenschaft.

Damals stand man in den Pausen in der hintersten Ecke des Schulhofs, handelte wie auf einem orientalischen Teppichbasar, und öfter mal bekam man dann, marktpolitisch korrekt, nach einem Spiel zum Rummenigge auch noch den Breitner dazu, wenn man den Schuhmacher abgeben wollte. Immerhin hatte der ja beim Elfmeterschiessen das Spiel für uns gewonnen.

In der heutigen Zeit nimmt der Mensch an sich, der meist männliche Artgenosse im Speziellen, den von Anbeginn der Zeit an tief im Unterbewusstsein verankerten Trieb des Jagens und Sammelns zum Anlass, seiner Leidenschaft mittels eines virtuellen Schreines in Form einer Homepage zu frönen. Allerorten finden sich Seiten, die der Schmetterlingssammlung, den skandinavischen Bausteinchen oder der guten alten H0-Modelleisenbahn gewidmet sind. Auch skurrilere Sammelobjekte wie jene praktischen Auffangbeutel aus Flugzeugen, die dafür sorgen sollen, dass der Nacken des Vordermanns nicht Bekanntschaft mit der gerade eingenommenen Mahlzeit macht, benutzte Verhütungsmittel für den Mann mit ausgeklügeltem Bewertungssystem, dem genau zu entnehmen ist, ob sich die Investition in diese Latexzweithaut gelohnt hat, oder auch Fotos der schönsten öffentlichen Bedürfnisanstalten des Umkreises, machen vor dem Web nicht halt. Die Sammlung von Unterwäschemodells, die auf den veröffentlichten Bildern meist gar keine Unterwäsche tragen, oder das sorgfältige Zusammenstellen der schrecklichsten Seiten des Internets (Hallo Karl Fritsch) muten dagegen schon beinahe spießig an.

Über Sinn und Unsinn solcher "Fansites" kann sicherlich lange diskutiert werden. Mir persönlich ist der elektronische "Backstreet-Boys"-Tempel relativ schnurz, vor allem, da ich mich für Volksmusik noch nie sonderlich begeistern konnte, aber sicherlich gibt es jemanden, der sich dafür interessiert. Und genau hier ist die Existenzberechtigung für solche Seiten zu finden: Sie bereichern das Web, machen es zu dem, was es ist - der größten Informationssammlung der Welt. Wie enttäuscht wird ein wahrer Kotztütenfetischist sein, wenn er feststellen muss, dass außer ihm niemand dieser Sammelleidenschaft verfallen ist? Und ist es nicht faszinierend, durchs Netz zu stöbern und dabei immer wieder auf Seiten zu landen, die beispielsweise eine Sammlung der schönsten Trendwörter oder eine Übersicht der interessantesten Einträge aktueller Telefon-CD´s beinhalten (übrigens einer der Surftipps des nächsten Sonntags)?

Also, Leute: Wer noch keine Homepage hat und nicht weiß, worüber man sich im Web auslassen könnte - es gibt nichts, was zu dämlich ist. Und gerade das Ausgefallene kommt gut an. Also los!


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